Mach es einfach, mach es gut. Dann verbessere es.

11.12.2015

Seit mehr als 15 Jahren bin ich an der Entwicklung einer PM-Software beteiligt. Es gab Höhen und Tiefen und ich habe viel gelernt. Die Software ist inzwischen ein komplettes ERP-System für Dienstleister. Von LDAP über Projektschablonen, Office-Schnittstelle, Fremdwährungen und Report-Generator musste ich mich mit einem sehr weiten Spektrum an technischen und fachlichen Problemstellungen auseinandersetzen. Das ist schön. Mein Beruf macht mir Spaß. Ich habe aus vielen Fehlern lernen können und dabei einen großen Schatz an Erfahrungen angesammelt. 

 

Gibt es etwas, was ich weitergeben könnte? Vielleicht ein aktuelles Beispiel.

 

Mach es einfach.

 

Unser System „Projectile“ ist also ein kräftiger Alleskönner. Dadurch ist es natürlich auch komplex. Es gibt aber Einsatzfelder, da braucht man Einfachheit. Zum Beispiel im Einsatz bei Kunden oder im Vertrieb braucht der Nutzer einen schnellen Blick auf Kennzahlen und Termine. Dafür haben wir das Cockpit entwickelt. Eine kleine Webapp, die aus den Daten des großen Systems gespeist wird.
Die App soll nicht viel können, das aber schnell und perfekt.
Es zeigt meine Termine und die Kennzahlen an, die ich mir im System konfiguriert habe. Das kann für jeden etwas anderes sein: die neuen Leads für den Vertrieb, die Earned-Value-Zahlen für den CEO oder das Verhältnis offener Tickets für den Supportleiter.

 

 

Mach es gut.

 

Das Projectile Cockpit ist inzwischen fertiggestellt worden. Es nutzt eine REST-Schnittstelle zum Hauptsystem und funktioniert in jedem Browser auf iPhones, Windows und Android. Es ist klein und schnell. Die Daten, die es anzeigt sind relevant und ansprechend aufbereitet. Für einen Entwickler mit Herz und Seele ist dieses Stück Software schon fast zu simpel. Wieso kann ich die Daten nicht direkt auf dem Smartphone manipulieren? Den Typ der Grafik ändern, weitere Kennzahlen definieren, Termine absagen? Sicher das könnte man alles entwickeln, aber wäre das Cockpit dann noch so einfach zu benutzen? Hätte die App dann Ladezeiten? Bräuchte man ein Trainingsvideo? Bitte nicht.

 

Dann verbessere es.

 

Trotzdem fehlte ein wichtiger Teil täglicher Informationen auf dem Smartphone. Meine Kontakte. Kann man die in das Cockpit integrieren, ohne daraus gleich eine komplizierte, mehrseitige App zu machen?
Wieder verbrachten wir Zeit mit Nachdenken und Brainstorming über Einfachheit. Meine Kollegen haben mir tolle Menü-Funktionen in unserem GUI-Framework vorgeführt. Oder mehrere Reiter auf dem Bildschirm. Aber ich wollte kein Menü und keinen Wechsel zwischen mehreren Screens. Wie soll das gehen?
Es ging. Sie haben es noch besser entwickelt. Das kleine, schnelle Helferchen „Cockpit“ kann jetzt mehr, ohne Einfachheit einzubüßen oder langsamer zu werden. Eine Suchfeld liefert mir meine Ansprechpartner und Firmen. Ich kann direkt E-Mails aufrufen, die Homepage der Firma oder Maps. Einfach den Link anklicken, den Rest machen andere gute Apps auf dem Smartphone.

 

 


Lessons Learned: Etwas Einfaches zu erschaffen ist nicht einfach. Aber es ist sehr befriedigend.

 

 

 

 


 

 

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