Der elektrische Manager

21.12.2015

 

Die Zusammenfassung für Eilige:


Jeder ist ein Manager in seinem Bereich und braucht eine gut geölte Maschinerie an Tools. Diese muss wichtige Informationen für Entscheidungen liefern, aber sonst still im Hintergrund laufen. Hier sind ein paar Kriterien für die Auswahl aufgelistet.

 

 

Los geht's!


Wir befinden uns im Management-Zeitalter der Empathie. Der HarvardBusinessManager schreibt: Manager brauchen einen neuen Führungsstil. 

 

Wir wollen, dass Manager Entscheidungen mit Verständnis treffen, motivieren und die große Linie im Auge behalten. Wir wollen keine Zahlenfresser, die die Organisation durch die Excel-Brille von oben steuern.


Neue Manager braucht das Land
 

Die meisten Menschen sind glücklicher, wenn sie Entscheidungen treffen können. Den Erfolg eigener Arbeit zu erleben, ist einer der wichtigsten Motivationsgründe im Leben. Gute Führungspersönlichkeiten übertragen allen Teammitglieden Verantwortung, egal wo sie im Projekt oder in der Firma stehen. Das macht Jeden zum Manager eines Bereiches.
 

Wir sind alle Manager
 

Für gute Entscheidung braucht ein Manager gute Informationen und dafür gute Werkzeuge. Ein Werkzeug kann einfach sein, oder kompliziert. Wichtig ist nur, dass es stabil funktioniert, wenn es einmal eingerichtet ist.


Kleine Projekte können mit einem Notizbuch geführt werden, größere vielleicht mit Microsoft Office. Ab einer bestimmten Projektgröße ist eine Team-Software die Regel.
 

Shopping for Systems


Als Firmenchef wählt man das ERP-System aus oder die PM-Software, aber auch das Team-Mitglied wählt seine eigene persönliche Tool-Chain.

 

Es folgt eine kleine Checkliste, auf welche Eigenschaften man bei einem Software-System achten sollte, damit es managerfreundlich ist. Und zur Erinnerung: Jeder ist ein Manager.
 

Punkt 1


Jeder Mensch hat Erfahrungen, die es ihm einfacher machen, Sachverhalte einzuschätzen:
 

Ist das System anpassbar?
 

Ein Beispiel: Die Projektleiterin hat die Erfahrung gemacht, dass für den Fertigstellungsgrad ihrer Projekte vor allem die größeren Aufgaben von Bedeutung sind. Kann sie mit dem System die Abfragen auf die Arbeitspakete so manipulieren, dass sie nur die sieht, die eine Planzeit ab 5 Personentagen haben?


Wichtige Indikatoren für diese Systemeingenschaft sind:

  • Eine Abfragesprache (ähnlich SQL)

  • Ein Report-Generator

  • Script-Interpreter oder Makro-Sprachen

  • ein anpassbares Kennzahlsystem

  • erweiterbare Masken

 

Punkt 2


Können Daten frei exportiert und importiert werden?


Wichtige Informationen erhält man oft in digitaler Form oder gibt sie entsprechend weiter. Excel-Listen mit Adress-Daten oder Projekt-Schablonen von MS Project werden gerne per Email verschickt.
 

Der Export von Daten aus dem eigenen System ist oft noch relativ einfach. Man erzeugt einen Report im Excel-Format oder als XML-Datei.
 

Komplizierter ist der Import. Hier muss das System eine große Anzahl von Plausibilitäten prüfen und entsprechende Rückmeldung an den Benutzer geben. Nur wenige Systeme unterstützen den Import und noch weniger den Import beliebiger freier Formate über eine flexible Schnittstelle.


Die Hinweise auf eine gute Unterstützung dieser Systemeigenschaft sind:
 

  • Report-Generator

  • Ausgabeformate, wie XLS, CSV, XML, Text

  • Importing-Schnittstelle für die o.g. Formate

  • Script-Interpreter

 

Punkt 3
 

Viele Systeme sind sehr komplex und benötigen einen hohen Lernaufwand. Die Kosten, die dadurch entstehen, sind aber akzeptabel, wenn man von den Ergebnissen über einen langen Zeitraum profitieren kann.
 

Unterstützt das System den Workflow?
 

Einmal eingerichtet, soll das System monate- oder vielleicht auch jahrelang die Projektarbeit unterstützen. Informationen sollen zur richtigen Zeit automatisch bereitgestellt werden. Abstimmungen über Entscheidungen sollen abgewickelt und ein Historie der Vorgänge automatisch erzeugt.

 

Folgende Punkte deuten auf eine gute Unterstützung in diesem Bereich:
 

  • Zeitgesteuerte Dienste, wie nächtliche Reports per E-Mail

  • Cockpit: wichtige Kennzahlen und Diagramme direkt beim Login

  • Abstimmungen werden von Ereignissen ausgelöst

  • Abstimmungsergebnisse stossen die nächsten Prozessschritte an

  • Historie über alle Aktionen ist nachvollziehbar

 

Fazit

 

Die genannten Kriterien berücksichtigen nicht den fachlichen Kern der Software-Systeme. Aber gerade deshalb werden sie oft vernachlässigt.

 

 

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